Sonntag, 16. Dezember 2018

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Waldbrunn zählt jetzt vier Ehrenbürger


Im Rahmen einer Feierstunde wurde Gerd Mosca (links) von Bürgermeister Klaus Schölch zum vierten Ehrenbürger der Gemeinde Waldbrunn ernannt. Das rechte Bild zeigt die Gäste während der Feierstunde. (Foto: Baumgartner)

(tb) Gestern wurde Gerd Mosca im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Waldbrunner Rathaus die Ehrenbürgerschaft verliehen. Bürgermeister Klaus Schölch sagte dabei, dass dies eine Maßnahme sei, um an beispielhaftes Verhalten zu erinnern. Die Chronik der Gemeinde Waldbrunn verzeichne nur wenige Verleihungen des Ehrenbürgerrechts. Gerd Mosca reiht sich damit in die Reihe der bisherigen Ehrenbürger Fritz Schmidt, Pfarrer Franz Vester und Bürgermeister a.D. Gerhard Hauck ein. Bürgermeister Schölch würdigte den Werdegang Moscas, der 1966 die Firma Gerd Mosca mit einem Mitarbeiter in Hilden gründete. Nach Standorten in Eberbach und Zwingenberg sei die Firma 1982 nach Waldbrunn gekommen und habe dort stetig expandiert und Niederlassungen, u.a. in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Spanien, Australien, Malaysia und Indonesien gegründet. Aus wirklich kleinsten Anfängen heraus habe Gerd Mosca ein Unternehmen von internationalem Rang mit über 600 Mitarbeitern, davon 440 in Waldbrunn, weltweit aufgebaut und zu wirtschaftlicher Blüte gebracht.
Gerd Mosca sagte in seinen Dankesworten, dass er sich sehr geehrt fühle. Der Erwerb einer Ehrenbürgerschaft setze voraus, dass man ein Teil der Gemeinde sei, deren Ehrenbürgerschaft man erwerbe. Er sei als Sohn eines italienischen Gastarbeiters und einer deutschen Mutter 1937 in Gruiten bei Düsseldorf geboren worden und in den Nachkriegswirren dort aufgewachsen. Sein Schlüsselerlebnis sei die Ausbildung bei einer Firma in Wuppertal gewesen, welche sich mit der Konstruktion und Herstellung von Umreifungsmaschinen befasste. Nach Beendigung der Ausbildung und anschließender Weiterbildung, sowie einiger anderer Jobs, darunter Monteur oder Kulissenschieber bei der Düsseldorfer Landesbühne, entschloss er sich 1966 zur Selbstständigkeit.
Der erste enge Kontakt mit Waldbrunn sei 1973 mit dem Bau des Gestüts Winterhauch in Schollbrunn entstanden, dem im Jahr 1982 mit dem Erwerb des Gebäudes der ehemaligen Firma Scheidhauer auch die Verschiebung des beruflichen Mittelpunktes nach Waldbrunn erfolgte. In seiner beruflichen Laufbahn, die immer sehr umtriebig und von viel Reisetätigkeit begleitet worden sei, habe er sich immer wieder gefreut nach Hause – nach Waldbrunn – zurückzukehren und fühle sich, auch wenn er jetzt nicht mehr selbst in Waldbrunn lebe, doch noch immer als ein Teil der Gemeinde. Dadurch nehme die Erlangung der Ehrenbürgerschaft für ihn eine besondere Stellung ein, für die sich Gerd Mosca abschließend recht herzlich bedankte.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Bläserquintett Hoher Odenwald unter der Leitung von Edwin Petschenka.


20.09.03

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